Saatenreich Märkische Schweiz

Das Projekt „Saatenreich Märkische Schweiz“ wurde aufgrund der gesammelten Praxiserfahrungen im Projekt "Blütenreich Märkische Schweiz" ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, wirtschaftliches Handeln mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt zu verbinden. Neben der regionalen Netzwerkfunktion spielt dabei auch die Wissensvermittlung im Projekt eine große Rolle. Pflanzenkartierungen auf Ackerland und Ackerbrachen zeigen den Wert der Flächen und ermöglichen Schlussfolgerungen für die Landwirte, um die Artenvielfalt auf dem Acker zu erhalten. Allerdings verschlechtern sich die Rahmenbedingungen: die Bodenpreise für Ackerland steigen. Die Ackerflächen in und um den Naturpark Märkische Schweiz entwickeln sich immer noch von kleineren zu größeren Schlägen. Gleichzeitig nimmt die Nutzungsdiversität ab. Verluste für die Biodiversität sind die Folge. Das Projekt "Saatenreich Märkische Schweiz" hat zum Auftrag den regionalen Ackerwildkrautschutz in Theorie und Praxis zu stärken. Er soll die Vielfalt der Nutzungsformen und dessen Auswirkungen auf die Umwelt aufzeigen.

 

 

Das Projekt fördert:

  1. Schutz von Segetalarten:
    • Saatgutvermehrung von ausgewählten Ackerwildkräutern,
    • Saatgutverteilung in der Region (Naturpark Märkische Schweiz und angrenzende Regionen).
  1. Zusammenarbeit mit Landwirten und weiteren Interessengruppen für die Saatgutvermehrung und – verteilung von Ackerwildkräutern in der Region.

  2. Projektbegleitendes Monitoring:
    • Wissenschaftliche Dokumentation historischer Daten,
    • botanische Erfassungen,
    • Erfassung von ausgewählten Insektengruppen.

   

 

 

 

 

 

 

Ziele (Auswahl):

Das Projekt „Saatenreich Märkische Schweiz“ hat seinen Schwerpunkt auf der Erhaltung der im Segetal vorkommenden Arten und umfasst folgenden Ziele:

- Entwicklung langfristig, tragfähiger Handlungsleitlinien für die Umsetzung von Saatgutvermehrung und -verteilung ausgewählter schützenswerter Ackerwildkräuter auf extensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen in und um den Naturpark Märkische Schweiz.

- Förderung der Zusammenarbeit  über einzelne Interessengruppen hinaus (Landwirtschaft/Naturschutz/Verwaltung/Wissenschaft).

- Wissenschaftlichen Fachbeitrag und Dokumentation für die Vermehrung und Verteilung von ausgewählten Ackerwildkräutern (projektbegleitendes Monitoring).

- Verbesserung der Biodiversität (Flora und Fauna, Sortenvielfalt) und Förderung der Artenvielfalt von Ackerwildkräutern und den dazugehörigen spezialisierten Insektenarten.

- Steigerung der Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen bei Landwirten und anderen Akteuren (Verbindung von Natur und Technik).

 

Projektzeitraum:
2020 - 2023
 
Wo:
Naturpark Märkische Schweiz
und angrenzende Regionen
 
Wer:
Landschaftspflegeverband Mittlere Oder e.V.
in Kooperation mit dem Kreisbauernverband Märkisch-Oderland e.V.
 

Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit allen interessierten Akteuren, die an einem blütenreichen Naturpark Märkische Schweiz mitwirken wollen. Insbesondere die Landnutzer unterstützt das Projekt zur Gestaltung einer ökologisch ausgewogenen Landnutzung.

 

Im Rahmen des Projektes "Saatenreich Märkische Schweiz" entstand der Kalender "Natur und Landwirtschaft in unserer Region" für das Jahr 2024. Dieser Kalender soll positive Beispiele aus der Region zeigen, wo Landwirtschaft und biologische Vielfalt ausbalanciert werden.

 

 

 

 

 

Ansprechpartner:

Johannes Giebermann
LPV Mittlere Oder e.V.
Lindenstr. 7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel: 0335/6803179
E-Mail: giebermann[at]lpv.mittlere-oder.de
 
Ines Sennewald
Bauernverband Märkisch-Oderland e.V.
Feldstraße 3d
15306 Seelow
Tel. 03346/538, Fax 03346/854987
E-Mail: bv.mol[at]t-online.de
 

Das Projekt wird durch das Land Brandenburg gemäß Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der konzeptionellen Zusammenarbeit  für eine marktgerechte und standortangepasste Landbewirtschaftung (Teil A) gefördert.